Rally Obedience

Rally Obedience ist eine relativ junge Sportart aus den USA, die bereits viele Fans in Deutschland gewinnen konnte. Hier steht der Spaß für Mensch und Hund im Vordergrund. Bei der Kombination aus Parcours und Obedience-Übungen ist Präzision und Tempo zugleich gefragt.

Anfeuern erlaubt!

Diese Sportart ist für fast jeden Hundehalter geeignet und passt durch die abwechslungsreiche Vielfalt auch zu den meisten Hunden. Rally Obedience kommt mit wenig Zubehör aus und ist unkompliziert durchführbar. Nicht nur für Profis: selbst Kinder können im Parcours schon spielerisch mit ihrem Hund Unterordnungsübungen probieren.

Im Vordergrund steht die perfekte Kommunikation zwischen Mensch und Hund, denn beim Rally Obedience ist partnerschaftliche Zusammenarbeit als Team gefragt.

Rally Obedience ist in Deutschland noch eine recht junge Sportart. Sie wurde vor einigen Jahren in den USA entwickelt und hat dort bereits eine große Anhängerschaft erobert. Im DVG wird die Sportart seit 2012 angeboten, vor kurzem hat sie auch das Saarland erobert, sodass im letzten Jahr erstmalig Turniere in unserer Region angeboten wurden. 

Eine Besonderheit dieses schönen Sports ist, dass ALLE Hunde ab einem Alter von 15 Monaten an Prüfungen teilnehmen dürfen – mit oder ohne Begleithundeprüfung. Auch Hunde und Hundeführer mit Handicap wurden bedacht, für sie stehen verschiedene Parcoursanpassungen (je nach Art der Behinderung) bereit. 

Rally Obedience ist in fünf Klassen aufgeteilt:

-ROB (Beginner)

-RO1 (Klasse 1)

-RO2 (Klasse 2)

-RO3 (Klasse 3)

-Senioren (optional für Hunde ≥ 8 Jahre)

Erreichen Hundeführer und Hund einmalig die Bewertung V (≥ 90 Punkte) oder dreimalig die Bewertung G (≥ 70 Punkte) dürfen sie – müssen aber nicht – in die nächste Klasse aufsteigen. Die Startklasse darf jeder Zeit selbständig vom Hundeführer herabgestuft werden, allerdings müssen die Aufstiegsqualifikationen dann neu erworben werden. Hat sich der Hundeführer einmal entschlossen mit seinem Hund in der Klasse Senioren zu starten, darf er diese Klasse nicht mehr verlassen. 

Eine weitere schöne Besonderheit dieser Sportart ist, dass der Hundeführer in den unteren beiden Klassen (ROB & RO1) entscheiden darf, ob er seinen Hund an der Leine oder in Freifolge führt. Und dass in diesen beiden Klassen während Prüfungen an dafür gekennzeichneten Stationen gefüttert und belohnt werden darf. 

So funktioniert es:

Der Hundeführer durchläuft mit seinem Hund einen vorgegebenen Parcours, der möglichst schnell und präzise abzuarbeiten ist. An jeder Station finden sie ein Schild, auf dem angegeben ist, was dort zu tun ist und in welche Richtung es anschließend weitergeht. 

Das Besondere an diesem Sport: Hund und Mensch dürfen und müssen während ihrer Arbeit ständig miteinander kommunizieren. Der Hund darf jederzeit angesprochen, motiviert und verbal gelobt werden. 

Die Aufgaben im Parcours bestehen aus klassischen Unterordnungs-Übungen wie Sitz-, Platz-, Steh-Kommandos, aber auch Kombinationen aus diesen Elementen. Es sind Richtungsänderungen um 90°, 180° und 270° nach rechts und links zu absolvieren sowie 360° Kreise. Andere Schilder fordern auf, einen Slalom um Pylonen zu machen oder den Hund über eine Hürde voraus zu senden oder abzurufen. Fester Bestandteil eines Parcours sind außerdem die so genannten Bleib- oder Abrufübungen. Eine Besonderheit ist die Übung zur Futterverweigerung, bei der das Team an gefüllten Futternäpfen vorbei gehen muss, ohne dass sich der Hund bedient.

Bewertet wird das Team nach Punkten und Zeit.


Trainer und Ansprechpartner für diesen Bereich sind Katrin Joachimsky und Sabine Woll.

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